Model – Beruf und Berufung

Beim Traum von der zukünftigen Modelkarriere wird oft und gerne vergessen, dass es sich bei diesem „Job“ um einen echten Beruf handelt. In vielen Punkten unterscheidet sich der Beruf Model zwar von herkömmlichen Berufen, in einigen Punkten ist er jedoch mit einem ganz gewöhnlichen Lehrberuf gleichzusetzen. Um im Modelbusiness Erfolg zu haben, reicht es daher nicht aus, lediglich sein Äußeres in Topform zu halten, sondern bedarf noch einiger anderer Regeln – und die sind in jedem Beruf gleich: eine gesunde Grundeinstellung!

Der Beruf Model lässt sich dabei wohl am ehesten mit einem kleinen selbstständigen Unternehmen vergleichen. Eine Art ICH-AG sozusagen. Wie jedes Unternehmen braut auch das „Unternehmen Model“ ein gewisses Maß an Zeit, um einen ersten Schritt auf der Erfolgsleiter verzeichnen zu können. Doch Zeit alleine reicht einem Startup-Unternehmen längst nicht, um sich erfolgreich am Markt zu etablieren. Engagement, Anstrengung und Geduld müssen aufgebracht werden – Erfolg gibt es nicht über Nacht und auch nicht ohne Mühe!

Das Engagement muss dabei nicht nur auf dem eigenen Körper liegen, sondern auch im gesamten Umfeld bedacht werden. Ein gesundes Leben mit regelmäßigem Schlaf und entsprechendem Sportprogramm, sowie der gezielten Körperpflege sind dabei für die meisten angehenden Models selbstverständlich. Ebenso wichtig für den Erfolg ist aber auch die Präsentation des eigenen Ichs! Der erste Eindruck entscheidet und der hängt nicht alleine vom guten Aussehen ab, sondern vielmehr vom persönlichen Auftreten. Selbstsicherheit, Freundlichkeit und eine gute Körperhaltung sind untrennbar mit dem ersten Eindruck verbunden. Ein hübsches Mädchen ohne jegliche Manier wird zwar auch einen bleibenden Eindruck hinterlassen, allerdings in die falsche Richtung. Wer arbeitet schon gerne mit einer vorlauten Göre zusammen, die zwar toll aussieht, sich aber nicht zu benehmen weiß? Hier ist nun das unternehmerische Agieren des angehenden Models gefragt.

Seriosität ausstrahlen und sich selbst optimal vermarkten lautet die Zauberformel. Hierzu ist natürlich eine gewisse Vorbereitung unabdingbar, schließlich geht kein Startup-Unternehmen zu einem potenziellen neuen Geschäftspartner, ohne sich vorher ausführlich über ihn und seine Ansprüche zu informieren. Castings und Go-Sees sollten für ein Model daher als eine Art „Bewerbungsgespräch“ betrachtet werden. Ebenso sollte bei der Wahl des richtigen „Vermittlers“, in diesem Fall also der Modelagentur, agiert werden. Eine Modelagentur präsentiert das Model, entsprechend müssen die Vertragsbedingungen zu beiderseitigem Nutzen und Einverständnis sein. Besonders auf Laufzeit, Provisionen und Kündigungsbedingungen sollte daher ein kritisches Auge geworfen werden. Erst bei 100iger Zufriedenheit und Überzeugung (Kleingedrucktes beachten) kann hieraus schließlich eine für beide Seiten fruchtbare und erfolgversprechende Geschäftsbeziehung entstehen.